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Katarzyna Jakubowska-Koza
Język niemiecki, Referaty

Das Wesen des Phraseologismus als sprachlicher Erscheinung

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Das Wesen des Phraseologismus als sprachlicher Erscheinung

Das freie Wort oder Lexem hat die Möglichkeit, eine Bedeutung in unterschiedlichen Kontexten zu realisieren, weil es einen Begriff wiedergibt, der allgemein ist und nicht scharf umrissen. Die Bedeutung der gesamten Verbindung ist aus der Summe der Einzellbedeutungen zu erschlieβen. Das Wort oder Lexem als freie Form ist mit anderen Elementen der Sprache frei verbindbar. Auf der paradigmatischen Ebene der Sprache kann man die Lexeme aufgrund ihres Klassencharakters mit anderen Elementen der gleichen Klasse ersetzen unter der Voraussetzung der Kompatibilität oder semantischen Verträglichkeit, um sinnvolle Sätze zu bauen.

Im Gegensatz dazu bilden "bei der gebundenen Bedeutung die Elemente gemeinsam eine Bedeutung. Sie lassen sich nicht frei kombinieren und nicht frei substituieren. Die Gesamtbedeutung lässt sich nicht additiv aus der Summe der Bedeutungen der Elemente erschlieβen, sie bedeutet mehr und etwas anders". (Palm 1997:7) Das sind feste Wortverbindungen (Redewendungen, phraseologische Verbindungen).

Phraseologismen können sehr unterschiedlich sein, aber besitzen dennoch gemeinsame Eigenschaften. Sie bestehen aus mindestens zwei Wörtern (Polylexikalität), die nicht beliebig oder einmalig aneinandergereiht sind, sondern Wortkombinationen darstellen, die in einem bestimmten Sprachkreis bekannt sind. Sie sind also keine freien Wortverbindungen, sondern feste (Festigkeit). Burger (2003:15) bezeichnet Phraseologismen, die diese beiden Eigenschaften aufweisen, als Phraseologismen im weiteren Sinne; Phraseologismen im engeren Sinne müssen zusätzlich die Eigenschaft der semantischen Idiomatizität besitzen.

1 Merkmale von Phraseologismen
1.1 Polylexikalität


Die untere Grenze eines Phraseologismus zu bestimmen ist nicht schwer. Er muss mindestens aus zwei Wörtern bestehen. Die obere Grenze eines Phraseologismus ist normalerweise der Satz; dennoch gibt es bestimmte Kurztexte, die ebenfalls als Phraseologismen bezeichnet werden können. Einen Sonderfall stellen die sogenannten Wellerismen dar. In diesen Sagwörtern wird ein Sprichwort oder Sprichwortartiges von jemandem verwendet, dessen Situation in meist witzigem oder ironischem Kontrast zu seiner Äuβerung steht1. In der Forschung herrscht keine Einigkeit darüber, ob der Mindestkonstituentenbestand (als Konstituenten oder Komponenten bezeichnet man die einzelnen Wörter, aus denen ein Phraseologismus besteht) einer phraseologischen Verbindung vollständig aus Synsemantika bestehen darf2 oder ob mindestens ein autosemantisches Element enthalten sein muss3.

1.2 Idiomatizität


Idiomatizität bezeichnet die Diskrepanz zwischen der wörtlichen Bedeutung eines Phraseologismus, also der Bedeutung, die sich aus der Summe der freien Bedeutungen der Einzellkomponenten erschlieβen lässt, und seiner phraseologischen Gesamtbedeutung. Die phraseologische Gesamtbedeutung kann mit der wörtlichen zusammenfallen, z.B. bei zahlreichen Verbindungen wie: in Sicherheit bringen, zur Verfügung stehen. Solche Phraseologismen sind nicht-idiomatisch. Als teil-idiomatisch bezeichnet man solche phraseologischen Verbindungen, in deren phraseologischer Gesamtbedeutung mindestens eine Komponente enthalten ist, die wörtlich verstanden werden darf, während die anderen im "uneigentlichen", im phraseologischen Sinn gebraucht werden wie z.B. gesund wie ein Fisch im Wasser. Die freie Bedeutung von gesund bleibt in diesem Phraseologismus erhalten, während der Vergleich wie ein Fisch im Wasser idiomatisch ist4. Idiomatisch sind solche Phraseologismen, deren phraseologische Bedeutung aus der wörtlichen nicht zu erschlieβen ist. Mit Idiomatizität meinen wir die Umdeutung, die semantische Transformation, die die Komponenten im Phrasem erfahren.

Palm (1997:9) gibt ein klassisches Beispiel:
(1) Das karierte Halstuch passt zu der karierten Jacke - freie Fügung der Komponenten zu einem wohlgeformten Satz, dessen Bedeutung sich additiv aus freien Bedeutungen der Komponenten ergibt.
(2) Das karierte Halstuch zu der gepunkteten Jacke - das passt wie die Faust aufs Auge - die Bedeutung kann sich nicht additiv aus den Bedeutungen der Komponenten Faust und Auge ergeben.

Die Bedeutung des Phrasems ist also an eine Gesamtheit, ein Ganzes gebunden, das mehr (man spricht oft vom semantischen Mehrwert) oder auf jeden Fall etwas anders bedeutet als seine Bestandteile (Komponenten). Das heiβt auch, dass die Bedeutung der Komponenten (Wörter, Lexeme), freien Einheiten des lexikalischen Systems der Sprache, scheinbar mit der Gesamtbedeutung des Phrasems nichts zu schaffen hat.

1.3 Stabilität / Festigkeit / Fixiertheit

"Mit der Idiomatizität hängt es zusammen, daβ dem Austausch der phraseologischen Komponenten in der Regel weit engere Grenzen gesetzt sind als in einer freien syntaktischen Wortverbindung. In vielen Fällen ist ein solcher Austausch überhaupt nicht möglich - es liegt eine lexikalisch-semantische Stabilität vor. Die Gesamtbedeutung des Phraseologismus ist an die Kombination einzelner konkreter lexikalischer Elemente gebunden". (Fleischer 1997:36)

Die lexikalisch-semantische Stabilität zeigt sich auch in dem unterschiedlichen Verhalten landschaftlich-territorialer Dubletten in der Literatursprache. Mit territorialen Dubletten meinen wir synonyme Lexeme, die sich nur in ihrer regionalen (territorialen) Verbreitung voneinander unterscheiden. Meistens handelt es sich um Nord-Südvarianten im deutschen Sprachraum; das Gesichtsfeld kann natürlich um Austriazismen und Helvetismen erweitert werden (vgl. Palm 1997:29).

1.4 Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit

Mit der Lexikalisierung einer phraseologischen Einheit meint Palm (1997:36) ihre Aufnahme und Speicherung im Lexikon. Damit ist gegeben, dass der Bücherwurm das entsprechende Wortgruppenlexem in den meisten Fällen wiedererkennt, ohne jedoch in allen Fällen seine Bedeutung zu kennen oder zu wissen, "woher es kommt". Da die "menschlichen Emotionen der Hauptgegenstand der phraseologischen Benennung sind, lernt das Kind die Bedeutung dieser Wortschatzeinheiten im prägenden Zusammenhang entscheidender emotionaler Ereignisse der eigenen Biographie, d.h. im Zusammenhang mit der Sozialisation. Die Komplexität der Wortgruppenstruktur entspricht der Komplexität des Benennungsgegenstandes, der emotional komplizierten Situation, der im Laufe der Zeit serienhaft weitere vergleichbare folgen.

Mit Reproduzierbarkeit der Phraseologismen ist gemeint, dass sie als bereits fixierte Mini-Texte in der Rede und im Text nicht jedes Mal von Grund auf neu gebildet werden, sondern schon als fertige Einheiten zur Verfügung stehen". (Palm 1997:36)

Bibliographie


1. Agricola, E. (1981): Wörter und Wendungen. Leipzig
2. Burger, H. (2003): Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des Deutschen. Berlin
3. Fleischer, W. (1997): Phraseologie der deutschen Gegenwartsprache. Tübingen.
4. Palm, Ch. (1997): Phraseologie. Eine Einführung. Tübingen.
5. Preuβer, U. (2003): Phraseologie und Parömiologie. Warum die Hündin die Hose an und Mutter Luchs alle Pfoten voll zu tun hat. Baltmannsweiler.
1 "Irren ist menschlich", sagte der Igel und stieg von der Drahtbürste. Vgl. Simon (1988:45)
2 Burger (1998:16) bezeichnet als Phraseologismen im weiteren Sinne auch Wortverbindungen, die ausschlieβlich aus Synsemantika bestehen, wie z.B. an sich, so dass
3 Zusammengesetzte Verbalformen, Konstruktionen aus Artikel und Substantiv und auch reflexive Verben sind zwar auf den ersten Blick polylexikal und fest, müssen aber als ein Wort aufgefasst werden und können nicht als Phraseologismen bezeichnet werden (vgl. Fleischer 1997:29)
4 Vgl. Preuβer (2003:63)

 

Opracowanie: Katarzyna Jakubowska-Koza

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