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Joanna Wojcieszak-Żyto
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Auswahlaufgaben - ihre Vor- und Nachteile bei der Testdurchführung im Fremdschprachenunterricht

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Auswahlaufgaben - ihre Vor - und Nachteile bei der Testdurchführung im Fremdschprachenunterricht

Die Auswahlaufgaben sind die am meisten gebrauchten Aufgaben der Testdurchführung im Fremsprachenunterricht, deswegen möchte ich się genauer betrachten.

Diese Konstruktionstechnik wird als geschlossene bezeichnet, was bedeutet, dass die Schüler unter den vorgegebenen Antworten die richtige auswählen können, ohne sie selbständig zu formulieren. Die sich durch die eingeschränkte Antwortanzahl kennzeichnende Struktur dieser Technik bewirkt, dass die richtigen Lösungen eindeutig sind, und beeinflusst stark das Bewertungsverfahren.

Die Verwendung der Technik der Auswahl versetzt den Lehrer in die Möglichkeit die Testaufgaben völlig objektiv zu beurteilen, was ihren wesentlichen Vorteil bildet. Sie eliminiert die Erscheinung der Subjektivität, indem sie die unvorhergesehenen Antworten aus dem Bereich der Möglichkeit verdrängt. Anderseits sind die auf diese Weise konstruierten Aufgaben nie imstande, den Grad festzustellen, in dem die Sprache vom Schüler aktiv beherrscht wird. Der Schüler erkennt nur die richtige Lösung, anstatt sie selbstständig zu bilden. Demzufolge wird die Technik der Auswahl auch die Technik des Wiedererkennens genannt.
Zu den Auswahlaufgaben gehören:
a) die Richtig/Falsch-Aufgaben
b) die Mehrwahl-Aufgaben und
c) die Zuordnungsaufgaben

a) die Richtig/Falsch-Aufgabe

Diese Aufgabeform wird auch als Ja/Nein-Aufgabe oder Alternativantwortaufgabe bezeichnet und wird von den Glottodidaktikern für die einfachste, aber gleichzeitig auch für die unvollkommenste gehalten. Hier müssen die Lernenden entscheiden, ob die meistens zum Textinhalt formulierte Aussage auf diesen Text zutrifft oder nicht.

Die eindeutige, präzise Testanweisung und die objektive und leichte Auswertung sind unwidersprochene Vorteile der Richtig/Falsch-Aufgaben. Die kurze Lösungszeit wird auch als Vorteil angesehen. Sie ist einfacher als andere Aufgaben zu entwerfen und verlangt vom Lehrer keinen grossen Zeitaufwand sowohl bei der Konstruktionsphase als auch bei der Bewertung.

Da es immer nur zwei Möglichkeiten zur Wahl gibt (richtig/falsch, ja/nein), haben wir mit der grossen Häufigkeit von Zufallslösungen zu tun. Die Ratewahrscheinlichkeit liegt bei 50 %. Mit Ratewahrscheinlichkeit meint man die Chance, die ein Schüler hat, durch reines Raten die richtige Lösung zu treffen. Der Grad der Validität wird naturgemäss niedrig sein müssen, wenn die Chance 1:1 steht. Trotzdem weist H. Komorowska andere günstige Eigenschaften dieses Aufgabentypus hin, weil er eine frühe Einsetzung im Verfahren der Leistungsmessung erlaubt. Die erste Ermittlung kann man schon in den ersten Wochen des Unterrichts durchführen, wenn der Schüler noch nicht graphische Darstellungen der Fremdsprache kennt. In diesem Fall kann man die Kontrolle mündlich anwenden.

b) die Mehrwahl-Aufgabe

Manchmal wird diese Aufgabe auch als Mehrwahlantwort-Aufgabe oder multiple choice-Aufgabe bezeichnet. Multiple choice-Aufgaben werden in der Fachliteratur besonders häufig aufgeführt. Der Vorteil liegt darin, dass ihr Gebrauch im Kontrollverfahren die Zeit der Bewertung verkürzt. Jedoch lohnt es sich, sich der Mühe zu unterziehen, Multiple choice-Aufgaben zu entwerfen, wenn der Lehrer eine grössere Menge an Tests korrigieren muss oder wenn er sie mehrfalls verwenden will. Sonst sind die zeitraubend, indem man den Aufwand beim Konstruieren und bei der Verwendung und Bewertung vergleicht.

Bei ihnen ist der Grad der objektiven und rationellen Auswertung besonders hoch. Allerdings können produktive Leistungen mit dieser Kontrollform nicht gemessen werden.

Eine Multiple choice-Aufgabe umfasst mehrere Auswahlantworten, meistens drei bis vier, die als mögliche Antworten auf die Frage oder Fortsetzung des einleitenden (Teil-)Satzes angeboten werden.

Die Lernenden müssen aus den Aussagen die richtige oder die richtigen auswählen und kennzeichnen. Nur eine der Alternativen ist im allgemeinen richtig, die anderen sind falsch.

Obwohl die multiple choice-Aufgabe auf den ersten Blick einfach zu konstruieren scheint, bereitet sie in der Praxis Schwierigkeiten. Es geht um die richtige Auswahl der falschen Antworten, d.h. der Distraktoren. Sie dürfen sich nicht mit vollkommener Sicherheit gegenseitig ausschliessen, was dann dem Schüler die unverzügliche Erkennung der richtigen Form ermöglicht. Wenn ein Distrakor so offensichtlich falsch ist, dass er nie gewählt wird, erfüllt er keinen nützlichen Zweck in der Aufgabe und sollte eliminiert oder durch eine neue Alternative ersetzt werden.

Mehrwahlantwort-Aufgaben führen auch unkorrekte Formen vor.

Die Meinungen darüber, ob diese Erscheinung für das Einprägen korrekter Formen nachteilig sein könnte, gehen auseinander. Manche Fremdsprachdidaktiker vertreten die Ansicht, dass die Einführung von unkorrekten Formen den Fremdsprachenerwerb ungünstig beeinflusst, weil sie von den Schülern sehr schnell angeeignet werden. Andere teilen diese Ansichten nicht und knüpfen an die Behauptung, dass die Sprache in einem inneren und äusseren Umfang fungiert. Das Vorbild für den Schüler bidet die in dem äusseren Umfang funktionierende Sprache, z.B. wenn er sie hört; nur dann eignet er sich sogar die unkorrekten Formen an. Im Fall, wenn er selbst die Fehler produziert, prägt er sie sich nicht ein, weil dann die Blockierung des Textes im inneren Umfang folgt.

Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass die richtige Form nur zufällig markiert wird. Die Ratewahrscheinlichkeit ist zwar niedriger als im Vergleich zur richtig/falsch-Aufgabe und liegt bei der Aufgabe mit drei Distraktoren und einer richtigen Antwort bei 25 %, aber der Lehrer muss mit Zufallslösungen rechnen.

Um die Lösungswahrscheinlichkeit durch Raten bei Alternativ-Aufgaben und Multiple choice-Aufgaben zu vermindern, schlägt Eduard Kleber, der sich mit dem Testen in der Schule beschäftigt, folgendes Verfahren vor:
Bei Alternativaufgaben mit voneinander unabhängigen Antworten beträgt die Ratewahrscheinlichkeit p = 0,125 oder p = 12.5 Daraus ergibt sich, dass eine hohe Aufgabenzahl notwendig ist, um die Lösung durch Raten möglichst auszuschliessen.

Bei der untenstehenden Tabelle sind die Ratewahrscheinlichkeiten für eine Vierfach-Antwortwahl bei 10 Aufgaben angegeben:

Tabelle Lösungswahrscheinlichkeiten bei 10 Testaufgaben, je 1 Lösung,
3 Distraktoren

 
Zahl der Aufgaben ` 10  10  10  10  10  10  10  10  10  10
gelöste Aufgaben  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10
Wahrscheinlichkeit des richtigen Rates 0,333
(33%)
 0,282
(28%)
 0,250
(25%)
 0,146
(15%)
 0,058
(6%)
 0,016
 (2%)
 0,003
(0,3%)
 0,001
(0,1%)
 0,000
(0%)
 0,000
(0 %)


Ab sechs gelösten Aufgaben kann insbesondere dann, wenn mindestens vier Wahlmöglichkeiten bestehen, eine inhaltliche Lösung angenommen werden. Die Ratewahrscheinlich sinkt mit der Anzahl der Aufgaben und auch mit dem Anstieg der Distraktoren, sodass die Lösung durch Raten bei 10 und mehr Aufgaben praktisch keine Rolle mehr spielt.

Deswegen erfordert der Aufbau von Multiple choice-Aufgaben viel psychologische Einfühlung, Erfahrung, Sorgfalt und Mühe.

c) die Zuordnungsaufgabe

Bei diesen Aufgaben muss der Schüler passende Teile einander zuordnen. Die Zuordnung kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Der Schüler ist verpflichtet, entweder bestimmte Aussagen anzupassen oder bestimmte Informationen in die Tabelle einzutragen. Man kann sie einfach und in kurzer Zeit durchführen. Die Vorbereitung dieser Testaufgabe nimmt im Gegensatz zu einer gut konstruierten Mehrfachwahl-Aufgabe viel weniger Zeit in Anspruch.

Hinsichtlich der Häufigkeit der Zufallslösungen wirft man diesem Typ am wenigsten vor. Der Freiheitsgard der Lösungen wird weiter eingeengt, sobald eine falsche Lösung auftritt. Jede falsche Lösung macht die richtige Lösung einer zweiten Teilaufgabe unmöglich. Sie sind von der Ökonomie her sehr hoch zu bewerten. Der Vorteil besteht darin, dass die Zuordnungsaufgaben erlauben, mehrere Mehrfachwahl-Aufgaben platzsparend und ökonomisch zu einem Aufgabenpapier zusammenzufassen. Die Vorteile der schnellen und objektiven Auswertung bleiben erhalten.

Die moderne Fremdschprachendidaktik verfügt über verschiedene Testaufgaben, die im verschiedenem Grade den Anforderungen einer guten Leistungsmessung entschprechen. Eine primäre Aufgabe des modernen Lehrers ist heute eine gute Orientierung in der Vielfalt der angebotenen Testformen und die Fähigkeit, je nach Bedarf die besten auszuwählen oder selbst zu konstruieren und sie in seinem Unterricht einzusetzen. Dieses Wissen soll nicht nur dem Lehrer helfen, die Prüfverfahren zu verfeinern, sondern ihn auch in die Lage versetzen, seinen Schülern lebendigere und anspruchsvolle Testaufgaben anzubieten.

Wir, Lehrer, müssen vor allem nicht vergessen, dass unsere wichtige Aufgabe auf Untersuchung und Überprüfung der Fortschritte der Schüler beruht. Um diese Aufgabe möglichst gut zu erfüllen und ein objektives Leistunsbild unserer Schüler zu bekommen, sollen wir mit dem Testen bewusst umgehen.

Bibliographie:

1. Albers Hans Georg, Bolton Sibylle: (1995) "Testen und Prüfen in der Grunstufe", Goethe-Institut München
2. Doye' Peter: (1988) "Typologie der Testaufgaben für den Unterricht Deutsch als Fremdschprache", Langescheidt, Berlin und München
3. Esser Urlich: (1999) "Tests im Fremdschprachenunterricht", Deutsch als Fremdschprachenunterricht Nr.3
4. Kleber Eduard: (1989) "Tests in der Schule", Ernst Reinhardt Verlag München
5. Pogorzelska-Bonikowska Małgorzata: (1983) "Testy komunikacji językowej" Języki obce w szkole nr 3
6. Trembecka Grażyna: (1985) "Testowanie - mity i fakty"Języki Obce w Szkole nr 3
7. Valette Rebecca: (1975) "Tests im Fremdschprachenunterricht" Franz Cornelsen Verlag Berlin

Opracowanie: Joanna Wojcieszak-Żyto

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