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Joanna Trze¶niowska, 2014-08-26
Bochnia

Jêzyk niemiecki, Artyku³y

Literatur im Fremdsprachenunterricht- Auseinadersetzung

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1.2. Literatur im Fremdsprachenunterricht
Es ist unbestritten, literarische Texte hatten und immer wieder haben einen festen Platz im Fremdsprachenunterricht. Selten wurde jedoch die Rolle der Literatur im Fremdsprachenunterricht so ausgiebig diskutiert, wie es in den letzten Jahren der Fall ist, deshalb werden in diesem Unterkapitel sowohl die „positive“ als auch „negative“ Einwirkungen der Literatur auf Lernprozess beim ihren Einsatz im Fremdsprachenunterricht dargestellt.
1.2.1. Literatur als Helfer
Völlig zu Recht fordert Ickler (1984:35) Einsatz von literarischen Texten im Unterricht Deutsch als Fremdsprache, denn sie können eine doppelte Funktion erfüllen. Einerseits werden sie als Mittel zum Zweck: Sprachenlernen, andererseits als Mittel zur Kulturvermittlung angesehen.
Als Mittel des Sprachenlernens ist der Einbezug der Literatur im FSU leicht zu argumentieren. Literarische Texte beinhalten alle möglichen sprachlichen Formen und Strukturen, deshalb stehen sie ganz am Anfang bei der Beschäftigung mit der Sprache. Außerdem ist die Literatur eine Form der Sprache: die Wörter zeigen hier ihre ganze Bedeutungsfülle. Es ist nämlich bei der Erörterung dieser Frage hinzuzufügen, dass literarische Texte auch für die MuttersprachlerInnen wichtige Komponente seiner/ ihrer Sprache sind, denn „jede Sprache ist literaturgesättigt“. Das lässt sich erkennen z.B. bei unterschiedlichen Zitaten oder Anspielungen, die in fast jedem Zeitungsartikel vorkommen (ebenda).
Zu verzeichnen ist nun, dass Weinrich (1985: 246) die Einbeziehung literarischer Texte folgenderweise argumentiert: „Eine Kultursprache als Fremdsprache lehren zu wollen ohne gleichzeitig ihre Literatur mitzulernen eist eine Form der Barbarei“. Die Lernenden können sowohl sprachliche als auch sachliche Vielschichtigkeit des fremden Landes und der fremden Kultur am besten in Literatur finden.
Krechel (1989:184ff.) führt weitere Argumente vor. Er betont, dass literarische Texte die fremde Sprache bedeutungsvoller und anziehender machen, weil die ermuntern, spielerisch mit der fremden Sprache umzugehen. Sie bieten auch Möglichkeit in die deutsche Sprachwirklichkeit einzudringen. Aus diesem Grund greift das Wortschatzerlernen anhand von literarischen Texten über das Wortschatzerlernen an Lehrbuchtext hinaus. Nach dieser Auffassung lässt sich feststellen, dass der Einsatz literarischer Texte einen positiven Einfluss auf das Sprachenlernen ausüben kann.
Andere Gründe, die den Einbezug literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht befürworten findet man bei Dedecius (1974: 81) Er stellt einen Vergleich zwischen Literatur und einem Fenster an, „aus dem dieses Volk den Fremden ansieht, durch das der Fremde in den Lebensbereich dieses Volkes Einblick gewinnen kann. Der Blick durch dieses Fenster in die geistige Wirklichkeit ist – in Anschluss an Dedecius - nötig und nutzbringend. Mit Hilfe von Literatur gewinnt man einen Blick in die individueller Mentalität einer Nation, denn „die Literatur eines Landes ist durch Literatur eines anderen nicht zu ersetzen“ (ebenda). Zu derselben Auffassung kommt auch Sagmo, der aber andeutet, dass Literatur auch eigene Mentalität formen kann. Sie ist eine „spezifische Art menschlicher Wirklichkeitsaneignung und –bewältigung“ (ebenda).
Mit anderen Worten lässt sich kommentieren, dass literarische Texte in die andere Welt hineinführen. Sie bieten Einblick in vergangene Epochen und fremde Kulturen an. Die zwischen Autor und Welt zum Vorschein kommenden Merkmale weisen den Lesenden eine bestimmte Richtung, „die ihm neue Erfahrungen und damit eine Änderung seiner Sicht auf die Welt ermöglichen können“ (vgl. Brdella 2002:164ff.)
Um die Langweile des Fremdsprachenunterrichts zu bewältigen, stellt der kreativen Umgang mit Literatur eine interessante Möglichkeit dar ( Kast nach Heyd 1997:123).
Die Arbeit mit fremdsprachlichen literarischen Texten im Fremdsprachenunterricht steuern über die Entwicklung von Tolerantsein und Einfühlungsfähigkeit zur Persönlichkeitsentwicklung des Lesers bei (Heyd 1997:123).
Mumer betont, dass Literatur im Rahmen der Interkulturellen Germanistik zur interkulturellen Kommunikationskompetenz sowie zur fremdsprachlichen und kulturellen Fähigkeit beiträgt. Die Lernenden eignen sich an einen Unterschied zwischen einem literarischen Text und ihrer Perzeption zu bemerken, das heißt „persönlich-emotionale und kulturell-rationale Konnotationen“ zu verknüpfen. „Durch Identifikation mit den Personen des literarischen Textes durchleben sie (Leser) (...) Ähnlichkeiten und Besonderheiten inhaltlich und gefühlsmäßig und erfahren dabei Institutionen/ Begriffe der fremden Gesellschaft, bekommen mithin einen besseren Einblick in die Verschiedenheit der betreffenden Kulturen.“ (Mummert nach Heyd 1997:124). Daraus resultiert, dass die Lernenden mit Hilfe von Literatur ihren geistigen Horizont erweitern können und die Zielsprachenlandesgesellschaft als „anders“ verstehen.
Mukaøovský und Dewey, auf die sich Bredella immer wieder beruft, entwerfen Modelle literarischen Verstehens, in denen kognitiven, ästhetischen und ethischen Ansprüchen eine „konstitutive Rolle beim Verstehen literarischer Texte“ zukommt (13) 164-175
Literarische Texte können im Sprachunterricht unter fremdkulturellen und fremdspezifischen Bedingungen mündlich und schriftlich vermittelt werden, aber unabhängig von der Vermittlungsart bieten sie, wie Weinrich einmal bemerkte, die beste Gelegenheit sprachlicher und sachlicher Komplexität zu begegnen und diese Begegnung methodisch zu kontrollieren ( Weinrich nach Karolak 1996: 346).
Es darf nicht übersehen werden, dass literarische Texte zum sprachlichen Handeln motivieren, und dass sich Lehrbucharbeit und Literaturunterricht keineswegs gegenseitig ausklammern, sondern sogar bereichern können (Wiecke 2004: 76ff).
Fremdsprachige literarische Texte öffnen Zugänge, aber auch unterschiedliche Perspektiven auf die Zielkultur, wobei der Leser eine Sichtweise ins Spiel bringen kann, so dass die Figuren und Ereignisse vor seinem eigenen Hintergrund an persönlichen Erlebnissen, Erwartungen und Erinnerungen wahrgenommen werden (Wiecke 2004:79).
Weiterhin tragen literarische Texte im Handlungs- und produktorientierten Literaturunterricht zum Erwerb folgender Fähigkeiten bei, so Wiecke (2004:78):
Die literarische Kompetenz (Fähigkeit mit einem Text Kontakt aufzunehmen und eine emotional-affektive oder kognitive Verbindung einzugehen)
Die emotive Kompetenz (Fähigkeit bei der Behandlung der Literatur Gefühle zu zeigen und sich mit dem Geschehen zu identifizieren)
Die kreative Kompetenz ( Aktive und produktive Reaktion auf Texte)
Die emanzipatorische Kompetenz (Fähigkeit Texte auszuwählen und ihre Bearbeitung vorzuschlagen)
Die Projektkompetenz
Die ästhetische Kompetenz (formale Textanalyse)
Die kritische Kompetenz (Fähigkeit texte kritisch zu beurteilen) (ebenda).
Abschließend sei angemerkt, dass der Lehrer den Schülern nicht nur den Text vermitteln, sondern auch zum Begleiter der lesenden Schüler werden sollte. Die Schüler müssen den Kern des literarisches Textes selbst entdecke, sich eigene Meinung über ihn bilden und eine eigene Interpretation finden. Nur dann können sie hoffentlich ihren eigenen Weg zur Literatur finden.

Bibliographie:
Heyd, G. (1997): Aufbauwissen für den Fremdsprachenunterricht (DaF). Ein Arbeitsbuch. Tübingen
Ickler, T. (1984): Germanistische Arbeitshilfe DaF. Eine Einführung in das Studium. Tübingen
Karcher, G. L. (1988): Das Lesen in der Erst- und Fremdsprache. Dimensionen und Aspekte einer Fremdsprachenlegethik. Heidelberg
Wiecke, R.E. (1997): Aktive Schüler lernen besser. Ein Handbuch aus der Praxis für die Praxis. München
Wiecke, R. E. (2004): Aktiv und kreativ lernen. Projektorientierte Spracharbeit im Unterricht. Ismaning
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