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Dorota Tucka, 2011-06-08
Zduñska Wola

Jêzyk niemiecki, Artyku³y

GRAMATIK? DAS IST JA INTERESSANT! – METHODEN DES KREATIVEN GRAMMATIKUNTERRICHTS

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In meinen Erwägungen möchte ich den Begriff „pädagogische Grammatik“ erklären. Heutzutage findet man eine Reihe von didaktischen Vorschlägen, wie man einen Grammatikunterricht kreativ gestalten kann. Bevor ich aber die einzelnen Methoden der pädagogischen oder didaktischen oder noch Lerner-Grammatik, wie sie auch bezeichnet wird, bespreche, möchte ich zuerst dieses Konzept ganz allgemein darstellen. Am Anfang ein paar Worte zum Begriff der pädagogischen Grammatik.
Sie bildet solche Darstellung grammatischer Formen, Strukturen und Funktionen, die das Erlernen und weiter Behalten so gut wie nur möglich provoziert, fördert, unterstützt und vor allem erst ermöglicht und gewährleistet. Sie fördert das Erkennen, erleichtert das Behalten und übt das Anwenden. „Eine Lerner-Grammatik stellt die Eigentümlichkeiten (Regularitäten) einer Sprache nicht um ihrer selbst willen, sondern für Sprachlernzwecke dar. Ihr letztes Ziel ist es, sich selbst überflüssig zu machen; ihr Ziel ist dann erreicht, wenn Fremdsprachenlerner die Fremdsprache rezeptiv wie produktiv frei beherrschen.“ Sie bildet gewisse Übersicht über die kommunikativen Funktionen der Sprache und versucht sie auf der Ebene der sprachlichen Mittel zu realisieren. Für diese Grammatik ist also Sprachverwendung und nicht Sprachanalyse relevant. Wann kann man von einem kommunikativ orientierten Grammatikunterricht sprechen? „Sofern der Begriff «Grammatik» in der Praxis neben ihrem Gegenstand, dem formalen Bestand der Sprache, auch allgemeine Systemeigenschaften in «Ordnung», «Regelwerk», «Sammlung» assoziiert, erstreckt er sich in dieser Hinsicht auf beide Aspekte der Sprachkompetenz: den formalen und den kommunikativen“ – bringt die beiden in Einklang, ist also ein goldenes Mittel zur Verbindung dieser Aspekte, von denen keiner außer Acht gelassen werden soll.

Soviel zum Begriff der kommunikativen Grammatik. Jetzt kurze Darstellung ihrer Aufgaben, die sie zu erfüllen hat:

- Ausgangspunkt muss die Sprachproduktion sein, also z.B. die Fragestellung: „Was braucht man, um einen Wunsch auf Deutsch auszudrücken?“ und nicht „Was leistet ein Adjektiv?“;

- sie muss aus der Regelfülle und Vielfalt der Aspekte nach dem Kriterium der Gebräuchlichkeit und Gebrauchshäufigkeit auswählen;

- Festigung der kommunikativen Relevanz einer Regel und Einbettung dieser Regel in kommunikative Zusammenhänge;

- Angabe von Kriterien zur Gewichtung von Wichtigem und Unwichtigem;

- Berücksichtigung der Lerninteressen und Lernbedürfnissen (ob und wie viele Ausnahmen von der Regel mitzuliefern oder zu vernachlässigen sind);

- Hilfeleistung bei der lernangemessenen Verdeutlichung der Regel. Sie muss grammatische Aspekte konkret und anschaulich darstellen, wobei die Ausnutzung aller Möglichkeiten der Visualisierung hilft. Sie darf nicht nach Kürze und schon gar nicht nach Formelhaftigkeit streben. Es reicht nicht aus, eine grammatische Erscheinung z.B. tabellarisch aufzulisten, vielmehr muss sie mit anderen grammatischen Strukturen, mit denen sie zusammenhängt, dargestellt und optisch hervorgehoben werden;

- sie muss den methodischen Weg aufzeigen, der zur Regelformulierung führt;

- sie berücksichtigt alle sozialen Lernformen, vor allem Gruppen- und Partnerarbeit.


Anhand dieser Stichpunkte können wir feststellen, dass die pädagogische Grammatik sich durch große Flexibilität charakterisiert, was vor allem Textauswahl im Unterricht, grammatische Progression, methodisch-didaktische Gestaltung des Unterrichts angeht. Sie lehnt sich an das lernerzentrierte Vorgehen an, sie stellt die Lernenden in Mittelpunkt. Sie ist von den erreichten Kenntnissen, Lernvoraussetzungen und Interessen der Lernenden abhängig. Sie berücksichtigt jeden Schüler, der die grammatischen Erläuterungen nicht versteht und deshalb auch nichts lernen kann, sowie jeden Schüler, der jede kleine Erscheinung der Sprache interessant findet und gern seinen Lernprozess mit Hilfe von Problemformulierung und Hypothesen vorantreibt. Sie lässt den Schülern genug Raum und Zeit, sie übergibt ihnen die Möglichkeit, aktiv im Unterricht zu agieren. Was so eigentümlich an ihr ist, wird besonders deutlich, wenn man sie mit der traditionellen, linguistischen Grammatik vergleicht:
LINGUISTISCHE GRAMMATIK
- Totalität
- Abstraktheit (der Beschreibung / Darstellung)
- Kürze (der Darstellung) keine lernpsychologischen Vorgaben / Rücksichten

LERNER-GRAMMATIK
- Auswahl
- Konkretheit / Anschaulichkeit (der Darstellung)
- Ausführlichkeit (der als wichtig erkannten Elemente)
- lernpsychologische Kategorien:
- Verstehbarkeit
- Behaltbarkeit
- Anwendbarkeit
Was die Übungsformen anbetrifft, verlangt die lernerzentrierte pädagogische Grammatik sowohl nach Übungen, die dem realen Sprachgebrauch ähnlich sind, als auch nach lustvollen Übungen. Die Übungsformen, die die kommunikative Grammatik vorschlägt, sollen ein richtig „lebendiges Grammatiklernen“ bilden, das zeigen will, „wie das Nachdenken über und das Spielen mit grammatischen Formen Erkenntnisgewinn und kreative Lust bereiten können.“ Dabei ist es wichtig, dass in den Übungen Beherrschung relevanter Grammatik entwickelt wird, gleichzeitig aber auch eine echte Kommunikationssituation zwischen den Schülern entsteht. Das Wesentliche ist auch, komplexere Syntheseoperationen zu schaffen, in denen verschiedene Teilkomponenten wie Aussprache, Intonation, Wortschatz und Grammatik integriert sind. „Es muss dazu eine Brücke zwischen form- und funktionsbezogenen Übungen geschlagen werden, indem man einen Handlungskontext bildet. Nur in solchem realen Kontext lässt sich schließlich erfahren, was für die Beherrschung notwendig ist.“ Als konkrete Beispiele für solche Übungen könnte man hier nennen: Übungen zum kreativen Schreiben und Sprechen, Übungen mit "geheimer Wahl" des einen Rolleninhabers oder Quartettübungen und viele andere, bei denen die Sprache frei in einem kommunikativen Zusammenhang verwendet wird.
In der schulischen Realität hat didaktische Grammatik große Auswirkungen. Die Einbettung der schwierigen grammatischen Fragen in eine kommunikative Situation oder ihre Veranschaulichung mit Hilfe von Bildern und Symbolen beeinflusst die Lernenden positiv. „Der Grammatikunterricht kann durch eine stärkere Orientierung an den eigenen systematischen Fähigkeiten der Lernenden viel von seinem Schrecken verlieren, ja dass er (...) für die Lernenden zu einem Weg der eigenen Entdeckung, zur Entwicklung eines selbstständigen Umgangs mit der Fremdsprache Deutsch führen kann.“ Das bringt viel Attraktivität in Unterricht und erweckt das Interesse der Schüler am Unterrichtsgeschehen. Sie sollen Lust und Freude an Grammatik gewinnen. Spaßmachendes Lernen kann weitaus erfolgreicher sein als monotone Memorisierung von Regeln.
Mit der Kommunikation im Grammatikunterricht lässt sich aber nicht übertreiben. Es geht nicht darum, dass alle Lehrer sich jetzt mit ihren Schülern nur unterhalten. Die einseitige Förderung der Kommunikation vernachlässigt die sprachliche Korrektheit und mangelnde Korrektheit behindert schließlich die Kommunikation. Das Konzept einer Lerner-Grammatik ist sehr vorteilhaft, muss aber in den Unterricht vernünftig eingeflochten werden.

Bibliographie:
1. Schmidt Reiner Das Konzept einer Lerner-Grammatik in Gross Harro, Fischer Klaus Grammatikarbeit im DaF-Unterricht , Iudicium Verlag, München 1990, S.153
2. Barkowski Hans Kommunikative Grammatik und Deutschlernen mit ausländischen Arbeitern. Ein Modell, Verlag Manfred Werkmeister, Mainz 1986, S.153
3. Meese Herrard Systematische Grammatikvermittlung und Spracharbeit im Deutschunterricht für ausländische Jugendliche , Langenscheidt, München 1984, S.29
4. Schmidt Reiner Das Konzept einer Lerner-Grammatik in Gross Harro, Fischer Klaus Grammatikarbeit im DaF-Unterricht, Iudicium Verlag, München 1990, S.154
5. Götze Lutz Lebendiges Grammatiklernen. Anmerkungen zu einem modernen Grammatikunterricht in Fremdsprache Deutsch – Zeitschrift für die Praxis des Deutschunterrichts, 2/1993, S.8
6. Bolte Henning "Geheime Wahl" im Unterricht. Kommunikative Handlungsrahmen für Grammatikübungen in Fremdsprache Deutsch – Zeitschrift für die Praxis des Deutschunterrichts, 21993, S.11
7. Dahl Johannes, Weis Brigitte Grammatik im Unterricht. Expertisen und Gutachten zum Projekt
"Grammatik im Unterricht" , Goethe-Institut, München 1998, S.38
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