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Katalog

Barbara Serafin
Jêzyk niemiecki, Artyku³y

Die Einsamkeit des Menschen dargestellt in Franz Kafkas Die Verwandlung.

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Die Erzählung Franz Kafkas "Die Verwandlung" beginnt mit einer schockierenden Vision. Der Held, Gregor Samsa, ein Geschäftsreisender erwacht eines Morgens aus unruhigen Träumen. Er will aufstehen, um noch seine Musterkollektion zu ordnen, bevor er schnell zur Arbeit geht.

Seine Arbeit ist hart, sie fordert grossen Fleiss. Sein Prokurist ist streng. Trotzdem gibt er sich jeden Morgen Mühe, diesen anstrengenden Beruf auszuüben, denn er sorgt auch für die Familie, d.h.: die Eltern und die Schwester. Er fühlt sich für sie verantwortlich ...

Trotz aller Anstrengungen und verschidener Versuche gelingt es ihm nicht, sich aus seinem Bett zu erheben. Er hat sich nämlich während der Nacht in einen riesigen Käfer verwandelt.

So lapidar setzt diese Erzählung ein, und dies ist ein sehr typischer Zug der Kafkaschen Epik.

Der Beginn der Erzählung - eine riesige Metapher- wirkt absurd und unwirklich, wird aber realistich geschildert.

Von Anfang an wird der Schock der "Verwandlung" dadurch verstärkt, dass Gregor auf sie in der rationalen Denkweise eines jungen Menschen reagiert.

Nun folgt die unerträgliche Lebenszeit Gregors, jetzt eigentlich ein bedauernswertes Wesen mit allen Gedanken, Empfindungen, Wünschen, Herzensregungen eines Menschen und allen körperlichen Eigenschaften und ekelhaften Instinkten eines Tieres.

In meisterhafter Weise schildert der Dichter die Konflikte, die aus dieser Verwandlung entstehen. In der weiteren Entwicklung der Geschichte wird auch die Einsamkeit des Menschen, der mit seinem Schicksal kämpft, dargestellt.

In der "Verwandlung" werden eigentlich zwei Verwandlungen geschildert. Die erste ist die körperliche Verwandlung Gregors; die zweite ist die seeliche Verwandlung der Familie.

Während Gregor die neue Situation ganz ruhig und demütig erträgt, können sich die anderen Mitglieder der Familie nicht mit seinem Schicksal aussöhnen.

Jede Person erlebt die neue Wirklichkeit auf ihre eigene Weise. Nach dem ersten überwältigendem Eindruck, reagiert jede Person anders.

Die Mutter ist schockiert. Obwohl sie Angst empfindet, will sie natürlich ihren "unglücklichen" Sohn sehen ... Ihr Psyche ist nicht im- stande die neue Existenz von Gregor zu akzeptieren. Sie fällt in Ohnmacht.

Der Vater gerät in Wut, protestiert mit Gewalt, schließlich bombardiert er Gregor mit Äpfeln und verwundet ihn tödlich.

Grete hat Mitleid mit dem Bruder. An Anfang versorgt sie ihn, als ob er krank wäre. Sie ist die einzige ihm nahestehende Person, die sich in

sein Zimmer wagt, ihm etwas Nahrung bereitstellt und Ordnung macht, usw. Im Verlauf der Erzählung entfernt sich Grete gefühlsmäßig stufenweise immer weiter vom ihm, bis sie schließlich in einer der letzten Szenen schreit:

"Weg muss es", ... "das ist das einzige Mittel, Vater" ...1).

Ganz anders reagiert Gregor. Keine Wut, keine Geste sowohl von Ungeduld, als auch von Zorn oder Kampf. Er freut sich, seine Schwester zu sehen und sehnt sich nach dem Kontakt mit der Mutter.

Seine Gedanken sind immer bei der Familie. Er hat nur einen bescheidenen Wunsch, weiter mit der Familie zusammenzuleben.

Zit: "Während aber Gregor keine Neuigkeit erfahren konnte, erhorchte er manches aus dem Nebenzimmern, und wo er nur einmal Stimmen hörte, lief er gleich zu der betreffenden Tür und drückte sich mit ganzem Leib an sie"...2).

Doch wird er allmächlich von der Familie isoliert. Jetzt beginnt sein tierisches Dasein ihn Sorge zu bereiten.

Obwohl seine liebe Schwester - Grete sich um ihn kümmert, obwohl er Hoffnung hat die Mutter zu sehen, beginnt er die Einsamkeit zu fühlen.

Jetzt ist er in seinem Zimmer eingeschlossen, als wäre es eine Zelle ... Nun ist er zweifach gefangen, durch seinen panzeartig harten Rücken und durch sein eigenes Zimmer, die Zelle des Junggesellen .

Seine Lage nach der Ohnmacht der Mutter und der Wutexplosion des Vaters wird diametral unterschiedlich. Diese Entfremdung wird von Gregor als sehr schmerzlich empfunden und nach und nach verliert er die Lust weiter zu leben.

Man vernachlässigt ihn, richtet kein menschliches Wort an ihn, schließlich entzieht man ihm mit seinen Möbeln, die Erinnerung an seine menschliche Existenz.

Gregor ist allein und leidet. Dazu kommt noch ein Problem: er beobachtet seine Familie und, wie immer als einziger Ernährer empfindet Verantwortung für sie.

Große Sorgen bereiten Gregor Gedanken über die Mutter, die an Asthma leidet und die jeden zweiten Tag Atembeschwerden hat.

Auch der Vater bereitet ihm große Sorge. Obwohl er sich in der Erzählung Gregor gegenüber zu Gewaltakten steigert, hat der Vater einen festen Platz in Gregors Herzen. Gregor bemerkt die schwache Gesundheit und das fortgeschrittene Alter des Vaters, der jetzt wieder als Bankdiener arbeiten muß, um die Familie zu ernähren.

Mit warmen Herz denkt Gregor an seine Schwester, die hat ihm immer sehr nah gestanden, und ihr Violinspiel. Anstatt am Konserwatorium zu studieren, muß sie Geld verdinen. Jetzt gehen leider Gregors Gedanken, die sich zu einen schönen Traum von einem festlichen Weihnachtsabend verdichtet haben, verloren.

Gregor sieht jedes Mitglied der Familie auf seine eigene Weise leidend ... Hinzu kommt, dass es keine Ebene der Verständigung gibt und die immer größer werdende seeliche Entfernung ... Die Situation wird immer unertäglicher für ihn.

In der Erzählung schildert Kafka Zit.:

" ... zwei Parteien, die Familie, das Gleichbleibende, und den Sohn, das Veränderte. Die Familie, die im engsten Kreise die Verwandlung erlebt ist die eine, indirekt leidende Seite. Die andere Hälfte, der zum Ungeziefer gewordene Sohn, trägt das direkte Leid. Ihm kompliziert sich sein Zustand zu doppelter Qual, denn er erträgt nicht allein das Furchtbare der Verwandlung, sondern auch die Erkenntnis, wie die anderen leiden und wie er sich von ihnen enfernt."3).

Letztendlich vereinigt sich die ganze Familie gegen ihn. Den entscheidenden Hieb versetzt ihm die gelibte Schwester. Sie fällt das Urteil: Vertreibung!

Totale unverschuldete Entfremdung und absolute Einsamkeit lassen Gregor nicht weiter leben. Er stirbt, nachdem sich seine Verbitterung in Rührung und Liebe gewandelt hat.

Zit.: ... " Nur das Ungeziefer Gregor ist ein wahrer Mensch. Er ist schuldlos und leidet. Er ist wie Akaki Akakiewitsch, der Mensch des "Mantels", von dem Gogol sagt, dass wir Alle aus ihm kamen ..." 4).

1). Die Verwandlung. Hamburger lesehefte Verlag. Husum/Nordsee
ISBN 3-87291-186-4, Seite 45
2). ebenda Seite 23
3). Kasimir Edschmid "Deutsche Erzählungsliteratur" In Frankfurter
Zeitung 19 Dezember 1915 in S. Fischer. Fr. Kafka Kritik und
Rezeption zu seinen Lebzeiten 1912 - 1924. Seite 62.
4). [Albert] Paris Gütersloch "Exurs über Edschmid und Kafka" In
"Prager Presse "14 Juni 1922, Seite 77

Bücherverzeichnis:
- Franz Kafka: Die Verwandlung /Brief an den Vater:
Interpretation
von Joachim Pfeiffer - Aufl. München: Oldenburg 1998
- Heinz Politzer, Fr. Kafka Der Künstler Titel der Originalausgabe:
Fr. Kafka Parable and Paradox Cornell University Press. 1962 für
die deutsche Ausgabe Heinz Politzer 1965, Verl. Frankfurt am
Main.
- Rüd. Scholz, H.P. Herrmann Literatur und Phantasie, Stuttgart:
Metzler 1990.
- Kasimir Edschmid "Deutsche Erzählungsliteratur" In Frankfurter
Zeitung 19 Dezember 1915 in S. Fischer. Fr. Kafka Kritik und
Rezeption zu seinen Lebzeiten 1912 - 1924.
- [Albert] Paris Gütersloch "Exurs über Edschmid und Kafka" In
"Prager Presse "14 Juni 1922

Opracowanie: Barbara Serafin

Zg³o¶ b³±d    Wy¶wietleñ: 1856


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